LUECKEN — ingebrauch.de / Anna-Lena von Helldorff

LÜCKEN KANN MAN LESEN

EINE SERIE IN FÜNF FOLGEN UND VIELEN VARIANTEN
VON HEIKE GEIßLER (Text)
UND ANNA LENA VON HELLDORFF (Gestaltung).
KONZEPT: Heike Geißler und Anna Lena von Helldorff
REDAKTION: Lea Müller-Dannhausen

LÜCKEN KANN MAN LESEN ist eine Heftreihe,
die aus zusammenhängenden Folgen und Auflagen besteht.
Jedes Heft (abgesehen von den Sonderheften)
ist eine abgeschlossen Folge, ein Dramolett.
Jede Folge wird verschiedene Auflagen erfahren.
Die verschiedenen Auflagen sind erweiternde Fortsetzungen
ihrer Ursprungsfolgen, sie knüpfen aus anderer
Perspektive an diese an. Der Schauplatz der Serie
wird gestalterisch wie inhaltlich verlagert.

Neben dem Hauptstrang gibt es diverse Nebenstränge;
es geht uns um das Arbeiten über die Ränder hinaus,
das heißt vom Hauptstrang zum Nebenstrang zum Hauptstrang
zum Sonderheft (und zurück). Mittels Wort und
Gestaltung entwickeln wir ein Geflecht aus Zusammenhängen,
Kontinuitäten, Synchronizitäten. Der Hauptstrang ist
der Ausgangspunkt des Projektes, aber jeder Nebenstrang
kann Hauptstrang werden.

Der inhaltliche und konzeptuelle Mittelpunkt ist eine Serie.
LÜCKEN KANN MAN LESEN präsentiert „Das Geschick des Dr. Horten“,
eine erfundene ARD-Vorabendserie. Deren Protagonist
Dr. Horten ist Augenarzt. Molly Kalau, die Protagonistin des Heftes,
kommt als Patientin zu ihm, jedoch macht Dr. Horten ihr
überraschend eine Liebeserklärung. Die erwartete Erwiderung der
Erklärung durch einen Kuss, wie er im Drehbuch vorgesehen ist,
geschieht jedoch nicht. Molly küsst Dr. Horten nicht. Oder
die Schauspielerin der Molly küsst nicht. Dort ist eine Lücke,
die Pause, das Loch, das in keiner Serie entstehen darf.
Dort ist die unmögliche Begebenheit, die in wechselnden Varianten
in den Folgen und Auflagen thematisiert wird.

LÜCKEN KANN MAN LESEN erscheint unregelmäßig.
Pro Jahr wird mindestens ein Heft erscheinen.

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